Ist ein Komposthaufen sinnvoll?

Darüber, ob ein Komposthaufen angelegt werden soll, gehen die Meinungen weit auseinander. Es sollte unbedingt beachtet werden, dass ein Komposthaufen keine Abladestelle für organische Abfälle ist, sondern aus Milliarden von Kleinstlebewesen besteht, die gepflegt werden müssen. Das heisst, dass es viel Arbeit gibt.  Wenn sie nicht gemacht wird führt es zu Ergebnissen, wie Fäulnis und Versauerung des Materials. Andererseits ist es eine interessante Möglichkeit, zu beobachten wie organisches Material abgebaut wird.

Vor dem Anlegen des Haufens sollte überlegt werden, wofür der Kompost gebraucht wird. Wenn es nur Rasen und wenige Ziersträucher im Garten gibt, lohnt sich die Kompostierung nicht. Für Gemüsebeete, für Stauden, für Beerensträucher und für Blumenbeete ist Gartenkompost ein sehr guter Dünger. Es gibt verschiedene Arten der Kompostierung mit Kompostsilos aus Holz, mit Thermokompostern aus Kunststoff oder mit Mieten, die umgesetzt werden müssen. Der Platz für den Haufen sollte schattig, wind- und sichtgeschützt sein und einen Erdanschluss haben, das heisst Verbindung zum Erdboden haben.

Wichtig für die Kompostierung ist der Aufbau. Zuerst kommt eine Schicht grobes Material wie gehäckselte Äste, dann eine Schicht feineres Material wie Rasenschnitt und Laub und obendrauf etwas Kalk und Gartenerde. So können mehrere Schichten aufgebaut werden. Die Masse sollte feucht gehalten werden. Sinnvoll ist auch das Abdecken mit Folie oder grossen Blättern. Je nach Zersetzung sollte der Haufen nach 3-4 Monaten umgesetzt werden. Das Äussere des Haufens kommt nach innen und das innere nach aussen. Nach  weiteren 3-4 Monaten wird wieder umgesetzt, danach beginnt der Reifeprozess der wieder 3-4 Monate dauert. Der Kompost ist danach gebrauchsfertig.

Ein grosses Problem bei Mehrfamilienhäusern ist, dass dort immer wieder Stoffe au den Haufen gelangen, die nicht verrottbar sind. Ein anderes Problem sind Küchenabfälle. Gekochte Speisereste sowie Fleisch und Fisch locken Katzen, Füchse Marder und Ratten an. Deshalb ist es empfehlenswert, die Kompostierung von Küchenabfällen dort ganz zu verbieten. Auch kranke Pflanzenteile und samentragendes Unkraut sollte nicht kompostiert werden. Reste von Vogelfutter können Ambrosiasamen enthalten und gehören deshalb auch nicht auf den Haufen. Ambrosia ist ein sehr stark allergenes Unkraut, dass aus den USA eingeschleppt wurde.http://vergleichenundsparenmitjochen.de/23-04-2018-tipp-der-woche-heuschnupfen/

Jeder Gartenbesitzer sollte überlegen, ob der Nutzen des Kompostierens den hohen Arbeitsaufwand rechtfertigt.

 

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